EA Origin – Es geht ums Prinzip

Die Netzgemeinde ist empört über die AGB’s von Origin. Ein kleines Resumée:

Analyse zur EULA von EA Origin – Gamestar.de

Hierbei handelt es sich um einen Kopierschutz durch die Hintertür. Alternativ könnte man Origin auch als Spyware bezeichnen. EA nimmt sich das Recht heraus, auf alle Informationen über und auf dem Computer zuzugreifen, um zu prüfen ob keine illegalen EA-Produkte darauf installiert sind.“

Spiele-Gigant will Kunden ausspionieren – Spiegel.de

Der Spielehersteller Electronic Arts will mit „Battlefield 3″ einen Bestseller landen – doch über eine mitgelieferte Spionage-Software kann der Konzern die Käufer ausspähen. Gamer und Juristen sind empört, Datenschützer ermitteln.“



Battlefield 3 auf Amazon – Siehe Kundenbewertungen

Ich hoffe nur, dass diese unverschämte Spyware rechtliche Folgen hat und damit das Ende der Kopierschutz Paranoia und damit von Firmen wie EA bedeutet – unverschämt ist leider viel zu schwach!“

Mittlerweile sind es über 1200 Bewertungen mit nur einem Stern (von fünf).

Youtube Video: Origin aktivität auf dem PC 

Interessant! Echtheit nicht bestätigt.

Battlefield 3: Scannt Origin PCs vor AGB-Zustimmung und Handy-Ordner samt SMS? 

„Die Online-Plattform Origin kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen. Nun machen neue Videos und Bilder die Runde, die eindeutig beweisen sollen, dass der EA-Dienst bereits PC-Systeme scannt, bevor den AGBs zugestimmt wurde und zudem Steuerprogramm-Dateien und Handy-Ordner samt SMS durchstöbert.“

Theorigin.de – Protestseite gegen EA Origin 

In diversen Foren diskutiert und streitet sich die Netzgemeinde über Origin. Bei 10 Millionen verkauften Exemplaren von Battlefield 3, gibt es eine Vielzahl von Spielern, welche die AGB’s von Origin akzeptiert haben, damit sie Battlefield 3 spielen können. Die Meinungen über Origin gehen auseinander.
Man ließt von vielen, die ihre Bestellung storniert haben bzw. das Spiel ungeöffnet zurück geschickt haben. Begründungen sind in den oben genannten Links zu genüge vorhanden (vor allem die Amazon Kundenrezensionen).
Bei 10 Millionen verkauften Battlefield 3 Exemplaren kann es sich jedoch nur um einen sehr kleinen Prozentsatz handeln. Ist das der Grund, warum EA auf keine Anfragen bezüglich der Origin-AGB’s reagiert? Wahrscheinlich Ja.


Was man sehr häufig von Origin Benutzern hört:

  • Die Leute benutzen ja auch Steam und beschweren sich nicht, obwohl es genau so „schlimm“ wie Origin wäre.
  • „Auf Facebook gibst du freiwillig alles von dir Preis und über Origin beschwerst du dich.“
  • „Software wie Origin gibt es immer mehr, das ist halt die Entwicklung, kann man nichts dagegen tun.“
  • „Ich hab nichts zu verbergen.“
 
Zu Steam kann ich nur sagen, dass – so wie ich das verstanden habe – lediglich Informationen zu installierten Steam Produkten gesammelt werden. Jedoch nicht über Daten die nichts mit Steam zu tun haben. Korrigiert mich bitte, wenn ich hier falsch liege.
Auf Facebook gebe ich Daten freiwillig von mir Preis, kann mich abmelden und Like-Buttons blockieren.
 
Muss ich etwas zu verbergen haben, wenn ich mit den Origin AGB’s nicht einverstanden bin? Nein. Es geht darum, dass sich EA prinzipiell das Recht vorbehält, deinen PC zu durchsuchen, zu analysieren und die Daten an ihre heimischen Server schicken (die Vergangenheit hat oft gezeigt, wie „sicher“ Nutzerdaten auf den Servern großer Spieleunternehmen sind). Es wird in Deutschland diskutiert, ob der von einem Richter genehmigte Einsatz eines Bundestrojaners (in der Form wie er vorhanden ist) rechtlich OK ist und zeitgleich kommt ein Spielepublisher daher, dessen Software und AGB’s sich ganz selbstverständlich das Recht herausnehmen, deine persönlichen Daten zu durchsuchen. 
Was sie im Endeffekt tatsächlich auf dem eigenen PC mit der Software machen, darüber kann erstmal nur spekuliert werden. Aber allein die Tatsache, dass sie sich das Recht dazu vorbehalten, ist unverschämt und bestimmt nicht mit deutschem oder europäischem Recht zu vereinbaren.
 
Dabei geht es mir vor allem ums Prinzip… und ich dachte der Kunde sei König. Bei EA habe ich das Gefühl, dass der Kunde als potentieller „Raubkopierer“ angesehen wird, der genau untersucht und durchleuchtet werden muss. Und wenn man am ende „alles“ über ihn weiß, dann kann man ihm Produkte besser verkaufen.
 
Ich hoffe stark, dass EA auf seine Kunden hört und auf deren Anliegen reagiert. Bis dahin heißt es weiter Druck machen, boykottieren und hoffen, dass unsere Datenschutzbeauftragten etwas erreichen. Bringt angemessene AGB’s für Origin heraus oder löst eure Spiele vom Origin Zwang.


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Update:
Anscheinend gibt es erste massive Änderungen in der Origin EULA:
http://www.theorigin.de/


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Origin in den Sandkasten stecken:
Mfg
Ploek
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Ein Kommentar zu “EA Origin – Es geht ums Prinzip
  1. snort this sagt:

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